Die Schweiz ist nicht nur für Schoggi 🍫, Käse 🧀 und Berge 🏔️ bekannt, sondern auch für ihre eigene Arbeitskultur. Wer hier als Saisonarbeiter startet, merkt schnell: Es läuft anders als in Deutschland, Spanien oder Südeuropa.
Ich teile hier meine eigenen Erfahrungen – mit Gästen, Arbeitgebern und Kollegen – und gebe dir Tipps, wie du dich beim Arbeiten in der Schweiz richtig verhältst.
👋 Hallo vs. Grüezi
Ich erinnere mich noch, wie ich zu Gästen oder zu meinen Arbeitgebern – oft Schweizer Bergbauern – freundlich „Hallo“ gesagt habe. Die Reaktion? Irritiert, manchmal sogar etwas distanziert. Erst mit einem „Grüezi“ oder „Grüessech“ war sofort Wärme und Sympathie da.
👉 Do: Sag „Grüezi“ – gerade zu Gästen und Arbeitgebern öffnet das Türen.
👉 Don’t: „Hallo“ wirkt in der Schweiz oft kühl und unpersönlich.
🇩🇪 Deutsche Direktheit
Ich bin sehr direkt – und das hat nicht immer gut funktioniert. Bei Kollegen oder Vorgesetzten kam meine Ehrlichkeit manchmal als „Besserwisserei“ an. Ich wollte nur helfen, aber die Schweizer sind da vorsichtiger.
👉 Do: Erstmal arbeiten, Vertrauen aufbauen – dann wird deine Meinung geschätzt.
👉 Don’t: Bei Kollegen oder Chefs gleich am ersten Tag Kritik oder Verbesserungsvorschläge bringen.
🇪🇸 Spanische Lockerheit – „mañana, mañana“
Ich habe viele Spanier vermittelt – tolle, herzliche Menschen. Aber das „mañana, mañana“-Prinzip hat ihnen manchmal im Weg gestanden. Zu locker, zu entspannt, zu langsam – das kam bei Schweizer Arbeitgebern nicht immer gut an. Oft waren die Einsätze dann nur kurz, weil die Erwartungen nicht gepasst haben.
👉 Do: Sei herzlich, aber arbeite zuverlässig und pünktlich.
👉 Don’t: Zu langsam oder unstrukturiert – in der Schweiz führt das oft zu schnellem Jobwechsel.
🌍 Südländisches Temperament (Italien, Portugal, Griechenland …)
Viele Südländer bringen großartige Lebensfreude mit – temperamentvoll, laut, voller Energie. Das macht Spaß, kann aber in der Schweiz schnell „zu viel“ wirken. Ich kenne das von mir selbst: Wenn ich mit Freundinnen im Zug mal lauter lache oder rede, schauen die Schweizer gleich irritiert.
👉 Do: Sei herzlich, offen, positiv.
👉 Don’t: Zu laut reden oder rumschreien – weder im Job noch in der Öffentlichkeit kommt das gut an.
🙏 Merci, Bitte & Schweizer Herzlichkeit
Was mich begeistert: Die Schweizer bedanken sich ständig. „Merci“ und „Bitte“ sind ganz selbstverständlich. Anfangs ungewohnt, heute finde ich es schön – es macht das Arbeitsklima respektvoll.
👉 Do: Sag Merci und Bitte – es gehört einfach dazu.
👉 Don’t: Ignoriere diese kleinen Gesten – sie sind wichtig.
🛠️ Praktische Tipps für deinen Start in der Schweiz
Damit du nicht nur über meine Anekdoten lachst, sondern wirklich weißt, wie du dich verhalten solltest, hier die Basics:
- ⏰ Pünktlichkeit – besser 5 Minuten zu früh als 1 Minute zu spät.
- 🗣️ Schweizerdeutsch akzeptieren – frag nach, wenn du etwas nicht verstehst.
- 🙌 Zurückhaltung am Anfang – lieber erstmal arbeiten, statt laut aufzutreten.
- 💪 Teamplayer sein – mitanpacken macht dich beliebt.
- 🔇 Nicht zu laut, nicht zu besserwisserisch – Ruhe und Bescheidenheit wirken professionell.
- 🙏 Merci, Bitte, Grüezi – kleine Worte mit großer Wirkung.
😍 Fazit: Charmant, ruhig, respektvoll
Die Schweiz tickt anders – aber das ist gut so. Wer pünktlich, höflich und respektvoll ist, gewinnt schnell das Vertrauen von Gästen, Kollegen und Arbeitgebern. Dein Temperament darfst du mitbringen – aber dosiert.
👉 Ein „Grüezi“ am Morgen, Pünktlichkeit und ein ehrliches Lächeln sind dein Schlüssel zum Erfolg.
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